Charles L. Stevenson
Moralische Urteile drücken eine Einstellung aus und suchen, andere an ihr teilhaben zu lassen.
Leben
Charles L. Stevenson (1908–1979), ein amerikanischer Philosoph, lehrte hauptsächlich an der University of Michigan. Er ist neben A. J. Ayer eine der führenden Gestalten des Emotivismus: Ein moralisches Urteil drückt die Einstellung des Sprechenden aus und sucht die Einstellungen anderer zu beeinflussen, statt eine Tatsache zu beschreiben. Dazu unterscheidet er die deskriptive und die emotive Bedeutung moralischer Wörter.
Hauptwerke
Grundlegender Artikel des Emotivismus.
Entwickelt die Analyse moralischer Meinungsverschiedenheiten als Einstellungsunterschiede.
Aufsatzsammlung über den Sinn und die Rechtfertigung von Werturteilen.
Positionen
Klicke auf eine Zeile, um den Beleg zu sehenDas moralische Urteil beruht auf Einstellungen und ihren Gründen, nicht auf Pflicht, Folgen oder Tugend als solcher: Ein Einstellungsunterschied wird durch Überzeugung beigelegt.
Stevenson, 'The Emotive Meaning of Ethical Terms' (1937)
Emotivismus: Ethische Wörter drücken Einstellungen aus und zielen darauf, die Einstellungen anderer zu beeinflussen; sie stellen keine objektiven Tatsachen fest.
Stevenson, Ethics and Language (1944)