Weltbürger
Also ist die Welt wie eine Stadt, und jeder Mensch ist mein Mitbürger: Als Mensch ist die Welt mein Vaterland.
Wir alle haben die Vernunft gemeinsam, also ein gemeinsames Gesetz, also eine gemeinsame Stadt: die Welt.
„Weltbürger“ ist ein Argument von Mark Aurel (Selbstbetrachtungen IV, 4; VI, 44; II, 1) zur Frage „Was ist eine gerechte Gesellschaft?“ (Antwort: eine einzige menschheit). Seine These: Also ist die Welt wie eine Stadt, und jeder Mensch ist mein Mitbürger: Als Mensch ist die Welt mein Vaterland. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) folgt die Schlussfolgerung tatsächlich aus ihren 4 Prämissen. AskPhilosophy präsentiert 3 Einwände, davon 1 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Der mächtigste Mann des Römischen Reiches schreibt, seine wahre Heimat sei nicht Rom, sondern die Welt. Sein Gedankengang geht von einer einfachen Idee aus: Alle Menschen haben die Vernunft gemeinsam. Daraus schließt er Schritt für Schritt, dass wir alle Mitbürger einer einzigen Stadt sind.
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Einwände
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Thomas Hobbes 1651 · greift Prämisse 3 anWo keine gemeinsame Macht ist, ist kein Gesetz; wo kein Gesetz ist, ist keine Gerechtigkeit. Eine „Weltstadt“ ohne Regierung oder Gewalt, die ihre Regeln durchsetzt, ist keine Stadt: Zwischen den Völkern herrscht der Naturzustand.
ohne Erwiderung
Wo keine gemeinsame Macht ist, ist kein Gesetz; wo kein Gesetz ist, ist keine Gerechtigkeit. Eine „Weltstadt“ ohne Regierung oder Gewalt, die ihre Regeln durchsetzt, ist keine Stadt: Zwischen den Völkern herrscht der Naturzustand.
Rousseau (Émile, Buch I) 1762 · greift die Schlussfolgerung anMisstraut den Kosmopoliten, die in ihren Büchern in der Ferne Pflichten suchen, die sie in ihrer Umgebung vernachlässigen: Mancher Philosoph liebt die Tataren, um davon befreit zu sein, seine Nachbarn zu lieben.
Aurel erwidert
Misstraut den Kosmopoliten, die in ihren Büchern in der Ferne Pflichten suchen, die sie in ihrer Umgebung vernachlässigen: Mancher Philosoph liebt die Tataren, um davon befreit zu sein, seine Nachbarn zu lieben.
Aristoteles 330 v. Chr. · greift Prämisse 4 anDer Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen, aber die Polis hat eine natürliche Größe: Die Bürger müssen einander kennen und gemeinsam beraten können. Das gesamte Menschengeschlecht kann keine Polis bilden, nur eine Menge.
ohne Erwiderung
Der Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen, aber die Polis hat eine natürliche Größe: Die Bürger müssen einander kennen und gemeinsam beraten können. Das gesamte Menschengeschlecht kann keine Polis bilden, nur eine Menge.