Die Genealogie der Moral
Also muss die überkommene Moral in Frage gestellt und umgewertet werden.
Um den Wert unserer Werte zu beurteilen, müssen wir wissen, woher sie stammen: Die Moral des Guten entstand aus dem Ressentiment der Schwachen.
„Die Genealogie der Moral“ ist ein Argument von Friedrich Nietzsche (Zur Genealogie der Moral, I 10) zur Frage „Was macht etwas moralisch richtig?“ (Antwort: die moral in frage gestellt). Seine These: Also muss die überkommene Moral in Frage gestellt und umgewertet werden. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) ist das Argument nur gültig, wenn man eine Prämisse zugesteht, die der Autor nicht ausdrücklich formuliert (P3). AskPhilosophy präsentiert 2 Einwände, davon 0 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Nietzsche fragt nicht „Was ist gut?“, sondern „Woher kommt unsere Vorstellung des Guten, und was ist sie wert?“. Seine historische Untersuchung soll die überkommene christliche Moral erschüttern.
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Ohne die implizite Prämisse: Ohne P3 findet der Computer einen Fall, in dem die Geschichte der Moral tatsächlich so ist, wie Nietzsche sie beschreibt, ohne dass ihr Wert dadurch berührt wird: Die Schlussfolgerung folgt nicht.
Einwände
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DDer „genetische Fehlschluss“ greift Prämisse 3 anDer Ursprung einer Idee sagt nichts über ihre Wahrheit: Ein Wert kann aus Ressentiment entstehen und trotzdem richtig sein, so wie eine wissenschaftliche Wahrheit aus einem Traum entstehen kann.
ohne Erwiderung
Der Ursprung einer Idee sagt nichts über ihre Wahrheit: Ein Wert kann aus Ressentiment entstehen und trotzdem richtig sein, so wie eine wissenschaftliche Wahrheit aus einem Traum entstehen kann.
HHistoriker und Theologen greift Prämisse 2 anDer Bericht ist historisch brüchig: Die Moral der Nächstenliebe und der Würde der Schwachen hat auch Quellen im Judentum, in der Stoa oder im Mitleid, nicht nur im Ressentiment.
ohne Erwiderung
Der Bericht ist historisch brüchig: Die Moral der Nächstenliebe und der Würde der Schwachen hat auch Quellen im Judentum, in der Stoa oder im Mitleid, nicht nur im Ressentiment.