Die Seele überlebt: das Argument der Gegensätze
Also existieren die Seelen der Toten irgendwo, von wo sie ins Leben zurückkehren.
Alles entsteht aus seinem Gegenteil, wie das Wachen aus dem Schlaf: Die Lebenden kommen also von den Toten, und die Seele muss dazwischen existieren.
„Die Seele überlebt: das Argument der Gegensätze“ ist ein Argument von Platon (Phaidon, 70c-72e) zur Frage „Sollen wir den Tod fürchten?“ (Antwort: die seele überlebt). Seine These: Also existieren die Seelen der Toten irgendwo, von wo sie ins Leben zurückkehren. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) ist das Argument nur gültig, wenn man eine Prämisse zugesteht, die der Autor nicht ausdrücklich formuliert (P3). AskPhilosophy präsentiert 2 Einwände, davon 1 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Am Tag seines Todes will Sokrates seinen Freunden zeigen, dass die Seele nicht verschwindet. Erstes Argument: Alles entsteht aus seinem Gegenteil, das Leben ebenso wie der Tod.
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Ohne die implizite Prämisse: Ohne P3 findet der Computer einen Fall, in dem die Lebenden tatsächlich von den Toten entstehen, ohne dass dazwischen etwas fortbesteht.
Einwände
2Jeder Einwand ist ein Gespräch: Klicke, um zu sehen, wer erwidert und wo die Debatte steht.
SSimmias und Kebes (im Dialog) greift die Schlussfolgerung anDu hast die Hälfte bewiesen: dass die Seele vor der Geburt existierte. Aber nichts hindert sie daran, sich beim Tod wie Rauch zu zerstreuen und nicht mehr zu existieren.
Platon erwidert
Du hast die Hälfte bewiesen: dass die Seele vor der Geburt existierte. Aber nichts hindert sie daran, sich beim Tod wie Rauch zu zerstreuen und nicht mehr zu existieren.
Aristoteles 350 v. Chr. · greift Prämisse 3 anDie Seele ist die Form des lebendigen Körpers, wie die Gestalt einer Statue: Sie kann nicht getrennt von ihm existieren. Nichts „geht“ von einem Leben in ein anderes „über“.
ohne Erwiderung
Die Seele ist die Form des lebendigen Körpers, wie die Gestalt einer Statue: Sie kann nicht getrennt von ihm existieren. Nichts „geht“ von einem Leben in ein anderes „über“.