Der Bettler in der Sonne: Reichtum verschafft keinen Frieden
Der Sohn des armen Mannes; der Bettler, der sich sonnt; der Tand der Größe
Also beruht das Streben nach Reichtum und Größe auf einer Illusion: Es macht nicht glücklicher, und das Glück hängt nicht vom Rang ab.
Der Ehrgeizige reibt sich für eine Ruhe auf, die der Reichtum nicht gibt; was die Bequemlichkeit des Körpers und den Frieden des Geistes betrifft, stehen alle Stände fast auf gleicher Stufe.
„Der Bettler in der Sonne: Reichtum verschafft keinen Frieden“ ist ein Argument von Adam Smith (Smith, Theorie der ethischen Gefühle, 1759 (Ausg. von 1777), IV, Kap. 1) zur Frage „Was ist Glück?“ (Antwort: tugend und weisheit). Seine These: Also beruht das Streben nach Reichtum und Größe auf einer Illusion: Es macht nicht glücklicher, und das Glück hängt nicht vom Rang ab. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) ist das Argument nur gültig, wenn man eine Prämisse zugesteht, die der Autor nicht ausdrücklich formuliert (P5). AskPhilosophy präsentiert 3 Einwände, davon 0 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Der Sohn eines armen Mannes, den der Himmel in seinem Zorn mit Ehrgeiz heimgesucht hat, bewundert die Lage der Reichen. Er glaubt, mit einem Palast, Dienern und einer Kutsche endlich zur Ruhe zu kommen. Um dorthin zu gelangen, nimmt er schon im ersten Jahr mehr Mühsal und Sorge auf sich, als er je durch den Mangel an alledem erfahren hätte. Er widmet sein ganzes Leben einer künstlichen Ruhe und opfert eine wirkliche, die in seiner Reichweite lag. Am Ende seines Lebens, krank und verbittert, entdeckt er, dass der Reichtum bloßer Tand von geringem Nutzen ist. Smith folgert, dass, was die Bequemlichkeit des Körpers und den Frieden des Geistes betrifft, alle Stände fast auf gleicher Stufe stehen: Der Bettler, der sich am Straßenrand sonnt, besitzt die Sicherheit, um die Könige kämpfen.
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Ohne die implizite Prämisse: Ohne P5 findet der Computer einen Fall, in dem das Glück vom Reichtum abhängt: Reichtum verschafft Handlungsfreiheit, Gesundheit und Bildung, die das Leben auch ohne mehr inneren Frieden besser machen.
Einwände
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Aristoteles (das Glück braucht äußere Güter) 340 v. Chr. · greift Prämisse 5 anFür Aristoteles ist das Glück vor allem eine Tätigkeit der Seele, es braucht aber auch äußere Güter: Es ist unmöglich oder schwierig, ohne Mittel, Freunde, Reichtum und politische Macht gut zu handeln, die als Werkzeuge dienen.
ohne Erwiderung
Für Aristoteles ist das Glück vor allem eine Tätigkeit der Seele, es braucht aber auch äußere Güter: Es ist unmöglich oder schwierig, ohne Mittel, Freunde, Reichtum und politische Macht gut zu handeln, die als Werkzeuge dienen.
Adam Smith selbst (Armut ist nicht Glück) 1776 · greift Prämisse 4 anIn Der Wohlstand der Nationen schreibt Smith, keine Gesellschaft könne blühen und glücklich sein, wenn der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend sei. Er fügt hinzu, es sei nur billig, dass diejenigen, die das ganze Volk ernähren, kleiden und beherbergen, selbst einigermaßen gut ernährt, gekleidet und untergebracht seien.
ohne Erwiderung
In Der Wohlstand der Nationen schreibt Smith, keine Gesellschaft könne blühen und glücklich sein, wenn der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend sei. Er fügt hinzu, es sei nur billig, dass diejenigen, die das ganze Volk ernähren, kleiden und beherbergen, selbst einigermaßen gut ernährt, gekleidet und untergebracht seien.
Adam Smith selbst (die Täuschung ist nützlich) 1759 · greift die Schlussfolgerung anSmith schreibt unmittelbar danach, es sei gut, dass die Natur uns auf diese Weise täuscht: Diese Täuschung hält den Fleiß der Menschen in Gang. Würde die Täuschung zerstreut, würde niemand den Boden bebauen oder Städte errichten. Die Schlussfolgerung „Jage nicht dem Reichtum nach“ hätte für alle einen Preis.
ohne Erwiderung
Smith schreibt unmittelbar danach, es sei gut, dass die Natur uns auf diese Weise täuscht: Diese Täuschung hält den Fleiß der Menschen in Gang. Würde die Täuschung zerstreut, würde niemand den Boden bebauen oder Städte errichten. Die Schlussfolgerung „Jage nicht dem Reichtum nach“ hätte für alle einen Preis.