Erasmus
Lob der Torheit: Bildung gegen Fanatismus.
Adagia (Adagiorum Chiliades) wesentlich
Eine Sammlung kommentierter antiker Sprichwörter, die ständig erweitert wurde (800 im Jahr 1500, am Ende über 4000). Die Ausgabe von 1515 enthält regelrechte Essays, darunter „Süß ist der Krieg für die, die ihn nicht erfahren haben“. Unser Korpus enthält nur diesen Essay, in einer englischen Übersetzung von 1533.
Handbüchlein des christlichen Streiters (Enchiridion)
Eine innere Frömmigkeit statt Riten. Noch nicht in unserem Korpus.
Das Lob der Torheit wesentlich
1509 im Haus von Thomas Morus in London geschrieben, um 1511 gedruckt, bis 1532 überarbeitet. Die Torheit ist die Sprecherin: Sie lobt sich selbst, spottet über alle und endet dann mit der christlichen „Torheit“. Nur der Widmungsbrief an Morus steht in der Stimme des Erasmus selbst.
Julius vor der verschlossenen Himmelstür
Ein satirischer Dialog gegen den kriegerischen Papst Julius II., um 1514 geschrieben und um 1517 anonym gedruckt. Erasmus bestritt stets, ihn verfasst zu haben; die meisten Forscher schreiben ihn ihm zu. Nicht in unserem Korpus.
Griechisches und lateinisches Neues Testament (Novum Instrumentum)
Die erste gedruckte und veröffentlichte Ausgabe des griechischen Textes, mit einer neuen lateinischen Übersetzung. Eine Revolution für die Theologen. Nicht in unserem Korpus.
Die Erziehung des christlichen Fürsten wesentlich
Dem künftigen Karl V. gewidmet, der damals 16 Jahre alt war. Der Fürst muss Philosoph sein, geliebt statt gefürchtet, und alles für den Frieden tun. Unser Korpus enthält nur Kapitel 1, auf Latein.
Die Klage des Friedens wesentlich
Der Friede in Person beklagt sich, überall vertrieben zu werden, sogar von den Christen. Verfasst für einen geplanten Friedenskongress (Cambrai). Latein und eine englische Übersetzung von 1802.
Colloquia (Vertraute Gespräche)
Kurze Dialoge zum Lateinlernen, voller Satire. Von der Pariser theologischen Fakultät zensiert. Noch nicht in unserem Korpus.
Vom freien Willen (Diatribe über den freien Willen) wesentlich
Seine Stellungnahme gegen Luther: ein bescheidener freier Wille, wobei der weitaus größere Teil der Gnade überlassen bleibt. Luther antwortete 1525 mit Vom unfreien Willen. Unser lateinischer Text ist eine nicht korrekturgelesene automatische Texterkennung (OCR) der Ausgabe von Walter (1910); wir haben in unserem Korpus keine Übersetzung: Die in den Anmerkungen gegebenen Übersetzungen stammen von uns.
Hyperaspistes I und II
Seine lange Antwort auf Luthers Vom unfreien Willen. Nicht in unserem Korpus.