Existenz ist kein Prädikat
Also scheitert der ontologische Beweis: Die Existenz Gottes lässt sich nicht allein aus seinem Begriff ableiten.
Dasein fügt dem Begriff eines Dinges nichts hinzu: Hundert wirkliche Taler enthalten nicht mehr als hundert gedachte.
„Existenz ist kein Prädikat“ ist ein Argument von Immanuel Kant (Kritik der reinen Vernunft, A598/B626) zur Frage „Existiert Gott?“ (Antwort: der agnostizismus). Seine These: Also scheitert der ontologische Beweis: Die Existenz Gottes lässt sich nicht allein aus seinem Begriff ableiten. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) folgt die Schlussfolgerung tatsächlich aus ihren 3 Prämissen. AskPhilosophy präsentiert 2 Einwände, davon 2 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Der ontologische Beweis (Anselm, Descartes) leitet die Existenz Gottes aus der bloßen Idee eines vollkommenen Wesens ab. Kant zeigt, warum er seiner Ansicht nach scheitert.
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Einwände
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Descartes (vorweggenommene Verteidigung) 1641 · greift Prämisse 2 anDer Beweis betrifft nicht die gewöhnliche Existenz, sondern die notwendige Existenz, die allein die Idee Gottes enthält. Sie ist kein Prädikat wie jedes andere.
Kant erwidert
Der Beweis betrifft nicht die gewöhnliche Existenz, sondern die notwendige Existenz, die allein die Idee Gottes enthält. Sie ist kein Prädikat wie jedes andere.
Alvin Plantinga 1974 · greift Prämisse 2 anEine modale Version des Beweises muss die Existenz nicht als Prädikat behandeln: Wenn ein maximal großes Wesen möglich ist, existiert es in allen möglichen Welten. Die Debatte verlagert sich auf die Prämisse „es ist möglich“.
Kant erwidert
Eine modale Version des Beweises muss die Existenz nicht als Prädikat behandeln: Wenn ein maximal großes Wesen möglich ist, existiert es in allen möglichen Welten. Die Debatte verlagert sich auf die Prämisse „es ist möglich“.