Das Euthyphron-Dilemma
Also sind fromm zu sein und gottgeliebt zu sein verschiedene Dinge: Die Liebe der Götter ist nicht die Definition des Guten.
Die Götter lieben das Fromme, weil es fromm ist; wenn ihre Liebe es dazu machte, drehte sich die Argumentation im Kreis.
„Das Euthyphron-Dilemma“ ist ein Argument von Platon (Euthyphron, 10a-11a) zur Frage „Was macht etwas moralisch richtig?“ (Antwort: natur oder gewissen). Seine These: Also sind fromm zu sein und gottgeliebt zu sein verschiedene Dinge: Die Liebe der Götter ist nicht die Definition des Guten. Laut der Logikprüfung von AskPhilosophy (Z3-Solver) folgt die Schlussfolgerung tatsächlich aus ihren 3 Prämissen. AskPhilosophy präsentiert 2 Einwände, davon 0 mit einer dokumentierten Erwiderung, sowie den Originaltext hinter jeder Prämisse, Wort für Wort geprüft.
Euthyphron definiert das Fromme als „das, was die Götter lieben“. Sokrates stellt ihm eine Frage, die noch heute jede Debatte über Religion und Moral durchzieht.
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Einwände
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TTheorie des göttlichen Gebots (Ockham) 1320 · greift Prämisse 1 anMan kann das andere Horn annehmen: Das Gute ist gut, weil Gott es will. Es gibt keinen Maßstab über dem göttlichen Willen.
ohne Erwiderung
Man kann das andere Horn annehmen: Das Gute ist gut, weil Gott es will. Es gibt keinen Maßstab über dem göttlichen Willen.
Zeitgenössische Theisten (Robert Adams, William Alston) 1979 · greift Prämisse 3 anDas Dilemma ist falsch: Das Gute steht weder über Gott noch ist es willkürlich, es ist Gottes eigene Natur. Gott gebietet das Gute, weil er wesenhaft gut ist.
ohne Erwiderung
Das Dilemma ist falsch: Das Gute steht weder über Gott noch ist es willkürlich, es ist Gottes eigene Natur. Gott gebietet das Gute, weil er wesenhaft gut ist.