PhilosophenBhagavad-Gītā (texte anonyme, attribué à Vyāsa)

Bhagavad-Gītā (texte anonyme, attribué à Vyāsa)

Das Selbst wird weder geboren, noch stirbt es: Es verlässt verbrauchte Körper, wie man alte Kleider ablegt.

Vedanta-200 · 200 IndienNordindien (Text im Mahabharata eingebettet)

Leben

Die Bhagavad Gita („Gesang des Erhabenen“) ist ein Sanskrit-Gedicht von 700 Versen, eingebettet in das Mahabharata, das große Epos Indiens. Sie inszeniert einen Dialog zwischen dem Krieger Arjuna und seinem Wagenlenker Krishna unmittelbar vor einer Schlacht. Die Tradition schreibt sie dem Weisen Vyasa zu, doch die Forschung geht davon aus, dass sie von mehreren Händen verfasst wurde, meist datiert zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jahrhundert n. Chr. (Datierung ungewiss). Sie behandelt das ewige Selbst, die Pflicht und drei Wege zur Befreiung: Handeln, Erkenntnis und Hingabe.

Hauptwerke

200 v. Chr.
Bhagavad Gita

Ein Dialog zwischen Krishna und Arjuna: Das Selbst stirbt nicht, man muss gemäß seiner Pflicht handeln, ohne sich an die Früchte zu binden, und das Ziel in Erkenntnis und Hingabe finden (ungefähre Datierung).

In seinen eigenen Worten

« Er wird nicht geboren, er stirbt niemals, und nachdem er einmal existiert hat, hört er nicht auf zu sein. Ungeboren, ewig, unveränderlich, uralt, wird er nicht getötet, wenn der Körper getötet wird. »
Bhagavad-Gītā, chap. 2, v. 20 (trad. Telang, 1882, p. 45)
« Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und andere, neue anzieht, so legt das verkörperte Selbst die alten Körper ab und geht in andere, neue ein. »
Bhagavad-Gītā, chap. 2, v. 22 (trad. Telang, 1882, p. 45)

Positionen

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Existiert Gott?Gott
AtheismusTheismus
Behauptet

Krishna stellt sich als das höchste Wesen dar und sagt: „Ich bin das Selbst, o Guḍākeśa, das in den Herzen aller Wesen wohnt.“

Bhagavad-Gītā, chap. 10, v. 20

Ist der Geist mehr als Materie?Geist und Körper
MaterialismusDualismus
Interpretation

Das Selbst (Ātman) ist vom Körper verschieden, wird nicht geboren, stirbt nicht und geht von Körper zu Körper über.

Bhagavad-Gītā, chap. 2, v. 12-30

Was macht eine Handlung gut?Grundlage der Moral
Pflicht (Deontologie)Folgen (Konsequentialismus)Charakter (Tugendethik)Anderes (göttliches Gesetz, Beziehungen, Wertschöpfung …)

Arjuna muss seine Pflicht (Dharma) ohne Anhaftung an ihre Früchte erfüllen; das richtige Handeln bestimmt sich durch die Pflicht, nicht durch die Ergebnisse.

Bhagavad-Gītā, chap. 2, v. 31-47

Hat das Leben einen vorgegebenen Sinn?Sinn des Lebens
Kein vorgegebener Sinn (absurd, selbst zu schaffen)Objektiver Sinn (Natur, Gott, das Gute)
Interpretation

Das Leben hat ein objektives Ziel, die Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod, das durch Erkenntnis, Hingabe und uneigennütziges Handeln erreicht wird.

Bhagavad-Gītā, chap. 2 ; chap. 12